Mutterkraut: Anwendung und Wirkung der Heilpflanze

Das Mutterkraut (Tanacetum parthenium), nicht zu verwechseln mit dem Chinesischen Mutterkraut (Leonurus japonicus), gehört zur Familie der Korbblütler. Das Heilkraut wurde bereits im Altertum hoch geschätzt und genoss lange Zeit ein hohes Ansehen.

Heute ist es vielerorts in Vergessenheit geraten, erlangt jedoch wieder größere Bekanntheit und wird erneut vermehrt verwendet. Insbesondere wegen seiner Wirkung gegen Migräne und bei der Regeneration von Nervenzellen, sowie in der Leukämieforschung rückt es verstärkt in das Interesse der Schulmedizin.

Die Geschichte des Mutterkrauts

Blühende Mutterkraut Pflanze
Die blühenden Mutterkraut Pflanzen ähneln in ihrem Äußeren stark der Kamille.

Bereits im 1. Jahrhundert nach Christus verwendete der bekannte Arzt Paracelsus Mutterkraut zur Behandlung von Fieber und Kopfschmerzen. In Griechenland war es unter dem Namen „Parthenium“ bekannt, was in etwa „Jungfräuliche Göttin“ bedeutet und auf seinen Einsatz in der Frauenheilkunde hinweist. Auch bei der Behandlung von Wechselfieber, der Malaria, wurde auf die Heilwirkung von Mutterkraut gesetzt.

Ebenso wurde die Pflanze bereits vor 2000 Jahren als Insektenschutzmittel und zur Bekämpfung von Parasiten, wie Würmern, Milben oder Flöhen und Bettwanzen verwendet.

Ursprünglich kommt das der Kamille ähnelnde Gewächs aus dem Mittelmeerraum beziehungsweise aus dem Vorderen Orient. Die genügsame Pflanze wächst auf beinahe jedem Boden und findet sich an Wegen, Wiesen und Schutthalden. Über Italien breitete sich das Mutterkraut in Richtung Norden aus. Besonders auf Anweisung von Karl des Großen wurde die Verwendung als Gartenkraut gefördert. Im Mittelalter war das Heilkraut in Europa weit verbreitet und beinahe in jedem Kräutergarten zu finden. Die bekannte Abtässin und Heilerin Hildegard von Bingen (11. Jhd.) war von der Heilkraft überzeugt und verwendetet Mutterkraut insbesondere bei Frauenleiden wie Menstruationsbeschwerden, unregelmäßigem Zyklus, Schmerzen und Gebärmutterblutungen.

Es existieren viele Trivialnamen. Die Pflanze ist unter anderem auch als Falsche Kamille, Zierkamille, Römische Kamille, Mutterwurz, Jungfernkraut, Mägdeblumenkraut, Matronenkraut oder Sonnenauge bekannt. Der Name Fieberkraut leitet sich aus dem englischen Feverfew (wenig Fieber) ab. Feverfew wurde in England auch das „Aspirin des 18. Jahrhunderts“ genannt. Durch Siedler verbreitete sich Mutterkraut im Laufe der Jahrhunderte bis nach Asien, Amerika und Australien und ist heute als Neophyt beinahe weltweit zu finden.

Die krautige mehrjährige Pflanze treibt jährlich neu aus dem Wurzelstock aus und erreicht eine Höhe von etwa 60 bis 80 Zentimeter. Optisch ähnelt sie der Kamille und verströmt auch einen sehr aromatischen, kamilleartige Geruch. Aufgrund des relativ hohen Anteils an Bitterstoffen ist der Geschmack der Blätter jedoch bitter und herb.

Der Name Mutterkraut dürfte auf die ursprüngliche Verwendung der Heilpflanze bei Frauenleiden beziehungsweise Schwangerschaftsbeschwerden zurückzuführen sein. Es handelte sich um ein „typisches Frauenkraut“. Mutterkraut greift in den Hormonhaushalt der Frauen ein und löst die Menstruation aus. Es wirkt ähnlich wie Frauenminze und wurde gerne gemeinsam mit Rainfarn verwendet. Während einer Geburt hilft Mutterkraut, indem es entkrampfend und entspannend wirkt und nach der Geburt die Ablösung der Plazenta anregt und somit das Austreiben der Nachgeburt beschleunigen kann.

Wirkung von Mutterkraut

Wirkung von Mutterkraut
Mutterkraut besitzt viele medizinische Wirkungen

Mutterkraut wirkt entkrampfend, entspannend, entzündungshemmend, antioxidativ und hormonregulierend sowie Wehen anregend und geburtsfördernd. Je nach Dosierung kann es aber auch anregend, durchblutungsfördernd, verdauungsanregend und gefäßerweiternd wirken.

Auf das Nervensystem übt Mutterkraut insgesamt einen beruhigenden Einfluss aus. Äußerlich angewandt wirken vor allem die ätherischen Öle desinfizierend, antibakteriell und wundheilend. Wechselwirkungen sind kaum bekannt, bei empfindlichen Menschen können jedoch leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Auch eine Kontaktallergie kann vorkommen und zu Ausschlägen an den Händen führen oder möglicherweise eine Irritation der Mundschleimhaut verursachen.

Bei Allergien gegen Korbblütler ist auf jeden Fall von der Einnahme abzuraten. Schwangere und Stillende sollten Mutterkraut vorsichtsweise nicht einnehmen. Die Wirkung bei Kindern ist noch nicht ausreichend erforscht, weshalb eine Verabreichung an Kinder unter 12 Jahren nicht empfehlenswert ist.

Mutterkraut wird seit jeher in der Frauenheilkunde verwendet und wird schlechthin als das universelle Heilkraut bei Frauenleiden angesehen. Daneben gibt es jedoch noch eine Vielzahl an anderen Anwendungsgebieten. Die Inhalts- und Wirkstoffe eröffnen Wissenschaftlern weitere Möglichkeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung sowie der Nervenregeneration.

Bei folgenden Beschwerdebildern wird auf die Heilwirkung von Mutterkraut gesetzt:

  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Menstruationsbeschwerden
  • Erkältungen
  • Asthma
  • Rheuma
  • Gicht
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen
  • Verdauungsbeschwerden (Blähung, Verstopfung)
  • Leukämie (Krebs)
  • eitrigen Wunden
  • Insektenstichen
  • Parasitenbefall
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Inhaltsstoffe von Mutterkraut

Wie bei vielen anderen Korbblütlern sind die krautigen Teile der Pflanze reich an Mono- und Sesquiterpenen. Diese Inhaltsstoffe von Mutterkraut wirken hormonartig. Die bioaktiven Substanzen sind für die Forschung von großem medizinischem Interesse. Fünf verschiedene Sesquiterpenlactone wurden in Mutterkraut nachgewiesen, wobei die genaue Wirkung der verschiedenen Substanzen bis heute nicht genau erklärt werden kann. Das wichtigste Sesquiterpenlacton ist Parthenolid. Es hemmt die Freisetzung der körpereigenen Hormone Serotonin und Prostaglandin, die für die Entstehung von entzündlichen Prozessen im Körper mitverantwortlich sein können.

Studien haben nachgewiesen, dass Parthenolid auch bei der Heilung von Nervenzellen sowie in der Krebsforschung eine erhebliche Rolle spielen soll. Die diesbezüglichen Forschungsergebnisse werden mit großem Interesse verfolgt, da sich die Wissenschaft neue Erkenntnisse bei der Therapie von Nervenkrankheiten wie Neurophatie, Mulipler Sklerose, Trigeminusneuralgie sowie bei Krebserkrankungen, hier insbesondere der myeloischen Leukämie, verspricht.

Weitere Inhaltsstoffe sind neben ätherischen Ölen auch Gerbstoffe und Flavonoide. Mutterkraut enthält:

  • Chrysanthenol
  • Stigmasterol
  • Borneol
  • Campher
  • Pyrethrin
  • Thymol
  • Santamarin

um nur einige aufzuzählen.

Dosierung und Einnahme

Mutterkraut DosierungMutterkraut lässt sich hervorragend im eigenen Garten kultivieren. Die Pflanze ist genügsam und leicht anzubauen. Die Blätter und Blüten können frisch oder getrocknet eingenommen werden. Der beste Erntezeitpunkt der kleinen weißen Blüten ist von Juni bis August. Die Pflanze ist sehr genügsam und gedeiht in beinahe jedem Garten. Als Frischblattkur können täglich etwa 2 bis 3 Blätter der frischen Pflanze gegessen werden. Am besten isst man Mutterkraut mit einem Butterbrot, da das Fett der Butter die Aufnahme der Wirkstoffe im Körper verbessert.

Wer den bitteren, leicht scharfen Geschmack der frischen Pflanze nicht mag, kann zu fertigen Präparaten greifen. Diese sind nicht nur wirkungsvoller sondern für eine therapeutische Anwendung unerlässlich, da der Wirkstoffgehalt der Pflanzen aus eigenem Anbau nicht gewährleistet werden kann. Zu stark hängt er von Beschaffenheit der Erde, Sonneneinstrahlung sowie weiteren Faktoren ab. Die regelmäßige Einnahme über mehrere Wochen ist auch hier in jedem Fall empfehlenswert, um eine Wirkung feststellen zu können. Empfohlen wird die tägliche Einnahme von 100 bis 300 mg, dies entspricht der in den meisten Studien verwendeten Dosis.

Mutterkrautextrakte gibt es als Urtinktur, Tinktur, Tee, Sirup, Frischpflanzentropfen und Essenz oder in Kapselform beziehungsweise als Tablette oder Dragee.

Mutterkraut ist vor allem wegen seiner Langzeitwirkung geschätzt. Die Wirkung tritt erst allmählich auf und erfordert häufig ein paar Wochen Geduld. Die Einnahme sollte daher über mindestens 4 bis 6 Wochen, besser über 12 Wochen, erfolgen.

An sich ist Mutterkraut gut verträglich und soll, vor allem vorbeugend eingenommen, gut zur Vermeidung von Migräne und Kopfschmerzen beitragen.

Wegen seiner hormonellen Wirkung sollten schwangere oder stillende Frauen auf die Einnahme von Mutterkraut verzichten. Es liegen keine ausreichenden Studien über eine Unbedenklichkeit bei der Anwendung vor und sollte der genannte Personenkreis daher vorsichtsweise von einer Einnahme absehen. Auch die Wirkung bei Kindern ist nicht ausreichend erforscht, weshalb diese ebenfalls auf Mutterkraut verzichten sollten.

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Mutterkraut als Tee

Eine Zubereitung der getrockneten Blätter und Blüten als Tee ist zwar möglich, aber viele der Wirkstoffe sind nur schwer wasserlöslich und die Wirkung ist schwächer als bei anderen Formen der Einnahme. Für eine therapeutische Anwendung empfiehlt sich daher Mutterkrautextrakt als Kapsel oder Tropfen.

Viele Patienten berichten dennoch von positiven Erfahrungen vor allem bei der Behandlung von Migräne. Unverdünnt oder mit Wasser, bietet Mutterkrauttee sich außerdem hervorragend zur äußerlichen Anwendung beispielsweise zur Insektenabwehr oder für ein Fußbad an.

Mutterkrauttee wird folgendermaßen aufgebrüht:

  1. 1 Teelöffel getrocknete Blätter
  2. 200 ml kochendes Wasser
  3. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, am besten abgedeckt

Täglich können 2 bis 3 Tassen des Tees jeweils vor dem Essen getrunken werden. Üblich ist die Einnahme als Kur über 8 bis 12 Wochen. Danach sollte eine Pause von mindestens einer Woche erfolgen, anschließend kann neu begonnen werden.

Anwendungsgebiete von Mutterkraut

Das Mutterkraut deckt ein breites Spektrum an Anwendungsgebieten ab. Durch seine schmerzstillenden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften wird es seit alters her als Schmerzmittel und zur Migräneprophylaxe eingesetzt. Mutterkraut wird als traditionelles pflanzliches Arzneimittel geschätzt. Es wirkt regulierend auf den Monatszyklus der Frau und kann Regelbeschwerden lindern. Ebenso wirkt es während der Geburt entkrampfend.

Durch seine ausgleichende Wirkung auf den Hormonmangel lindert es Beschwerden während der Wechseljahre.

Forschungen und Studien über Heilwirkungen bei Krebserkrankungen sind vielversprechend. Die enthaltenen Parthenolide können möglicherweise als Grundlage für die Entwicklung eines neuen Medikamentes dienen und gegen myeloische Leukämie helfen.

Neben seiner vorbeugenden Wirkung gegen Kopfschmerzen gilt die Pflanze auch als gutes Heilkraut gegen Erkältungen. Es erleichtert die Atmung bei Husten und Asthma. Es soll aber nicht nur Fieber senken können, sondern fördert ebenso die Verdauung und wirkt entblähend. Der Einsatz gegen Darmparasiten wie beispielsweise gegen Würmer ist ein weiteres Anwendungsgebiet. Sogar gegen Rheuma, Gicht, Tinnitus und Depressionen wird Mutterkraut verwendet.

Äußerlich wirkt es bei eitrigen Wunden und Insektenstichen lindernd. Auf die Haut aufgetragen kann Mutterkrauttee zur Insektenabwehr beitragen. Ein Fußbad mit Mutterkraut soll gegen angeschwollene Füße helfen.

Ein weiteres Forschungsgebiet ist der Einsatz zur Nervenregeneration. Die Studien über die enthaltenen Parthenolide lassen auf vielversprechende Ergebnisse hoffen.

Mutterkraut gegen Migräne

Mutterkraut gegen Migräne und Kopfschmerzen
Mutterkraut hilft bei starkem Kopfschmerz und Migräne

Besonders häufig wird Mutterkraut zur Prophylaxe von Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt. Um die Heilwirkung entfalten zu können ist eine längere Einnahme erforderlich. Über zumindest 4 bis 6 Wochen muss Mutterkraut regelmäßig eingenommen werden. Besser ist eine noch längere Einnahmedauer. Die genauen Ursachen von Migräne sind auch heute noch immer nicht ausreichend erforscht. Studien mit betroffenen Patienten haben ergeben, dass besonders Migräneattacken, welche hormonbedingt entstehen, unter Einnahme von Mutterkraut weniger häufig und weniger stark auftreten können.

In Tierversuchen wurde die Wirkung von Parthenolid untersucht und festgestellt, dass der Wirkstoff den Serotoninspiegel sinken lässt und Entzündungen hemmt. Dies könnte erklären, warum Mutterkraut insbesondere gegen hormonbedingte Kopfschmerzen hilft. Aus der Migräneforschung ist bekannt, dass das Hormon Serotonin sowie Entzündungsprozesse eine große Rolle bei der Entstehung der Schmerzen spielen. Dadurch, dass die enthaltenen Parthenolide die Bildung von körpereigenen Prostaglandinen (entzündungsvermittelnder Botenstoff) und des Hormones Serotonin hemmen, kann die Wirkung von Mutterkraut erklärt werden. Auch die gefäßerweiternde Eigenschaft von Mutterkraut könnte die Wirksamkeit erklären.

Die Schulmedizin zeigt jedenfalls ein erhöhtes Interesse an der weiteren Erforschung. Einige klinische Studien haben bereits die Wirksamkeit von Mutterkraut, insbesondere bei hormongesteuerter, oft menstruationsabhängiger Migräne, bestätigt. Die Studien deuten darauf hin, dass neben einer ausreichend hohen Dosierung auch die Dauer der Einnahme von entscheidender Bedeutung für ein Ansprechen der Therapie ist. Weiter kommt es darauf an auf die Wirksamkeit des Mutterkrautextraktes zu achten.

Die tägliche Einnahme von 100 mg bis 300 mg standardisierten Mutterkrautpulver über einen längeren Zeitraum verspricht eine erhebliche Reduzierung der Migräneattacken. Die Langzeitwirkung des pflanzlichen Arzneimittels ist dabei von großem Interesse. Die regelmäßige Einnahme über mehrere Monate verspricht eine deutliche Verringerung der Dauer und Häufigkeit der Schmerzattacken. Darüber hinaus wurde eine Linderung der unangenehmen Begleiterscheinungen von Migräne, wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen festgestellt.

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Mutterkraut in der Homöopathie und TCM

In Deutschland ist Mutterkraut als homöopathisches Mittel erhältlich. Urtinkturen und verschiedene Mutterkrautkapseln oder pulverisiertes Mutterkraut werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Vom Herbal Medicinal Product Committee (HMPC) wird Mutterkraut als traditionelles pflanzliches Heilmittel eingestuft.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Mutterkraut die Eigenschaft „kühl“ zugesprochen. Es soll eine durch Yin Mangel entstehende Hitze reduzieren und Qi regulierend wirken. Weiter wird Wind-Hitze eliminiert, um fiebrige Erkältungen, Grippe und Schmerzen zu lindern. Generell wird es in der TCM zur Bekämpfung von Feuer und Hitze verwendet.

Mutterkraut zur Nervenregeneration

Mutterkraut zur Nervenregeneration
Mutterkraut unterstützt die Regeneration von Nervenzellen

Es liegen bereits mehrere Studien vor, die zeigen sollen, dass das im Mutterkraut enthaltene Parthenolid die Regeneration von Nervenzellen fördert und somit bei Nervenschäden wie Neuropathie und Polyneuropathie zur Nervenheilung beitragen kann. Oftmals treten im Zuge von Chemotherapien, Verletzungen oder Krankheiten wie Diabetes mellitus Nervenschädigungen auf. Häufig leiden Patienten in weiterer Folge unter dauernden Nervenstörungen wie Lähmungen oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen. Die Lebensqualität wird dadurch erheblich eingeschränkt.

In Tierversuchen an der Universität Düsseldorf wurde nachgewiesen, dass mit Hilfe von Parthenolid Nervenzellen schneller heilen. Wissenschaftler konnten bei Versuchen mit Mäusen die Wirkung auf die Regeneration der Nerven nachweisen, indem sie den Ischias durchtrennten und die Mäuse anschließend mit Parthenolid fütterten. Schon nach ein paar Tagen konnte eine Regeneration der Nervenzellen beobachtet werden und die Mäuse ihre Pfoten wieder bewegen. Das Ergebnis der Kontrollgruppe fiel bedeutend schlechter aus.

Ziel der Wissenschaftler ist es mit Hilfe weiterer Forschungen die Anwendung beim Menschen weiter zu entwickeln. Angestrebt wird hierbei die Heilung bei Verletzung des Sehnervs oder des Rückenmarks, sowie die Behandlung von Trigeminusneuralgie (plötzlich auftretende starke, reißende Schmerzen im Gesicht). Weiter hoffen die Forscher auf Erfolge bei der Therapie von Multipler Sklerose, Parkinson und Epilepsie.

Mutterkraut bei Krebs

Das Parthenolid scheint bei der Behandlung von myeloischer Leukämie zu einem Durchbruch zu führen. Erstaunlicherweise ist Parthenolid der erste Wirkstoff, der die Krebszellen bereits im Rückenmark angreift, ohne die gesunden blutbildenden Stammzellen zu zerstören. Die vielversprechenden Studien werden entsprechend vorangetrieben, um möglichst rasch zu neuen Erkenntnissen zu gelangen und die Medikamente in klinische Studien zu bringen. Wegen der guten Ergebnisse wurde die Forschung in ein eigenes Sonderförderprogramm aufgenommen, um möglichst rasch mit klinischen Studien am Menschen beginnen zu können.

Parthenolid kann die Sensitivität der Krebszellen erhöhen und somit die Wirkung von Chemotherapeutika positiv beeinflussen. Die Forschungen lassen jedenfalls auf weitere positive Meldungen hoffen.

Mutterkraut als Schmerzmittel

Wegen seiner krampflösenden und entspannenden Eigenschaften wird Mutterkraut schon immer als Schmerzmittel eingesetzt. Die Wirkstoffe der gesamten Pflanze hemmen die Freisetzung der Prostaglandine und des Hormons Serotonin. Dadurch und durch die gefäßerweiternden Eigenschaften der Heilpflanze soll die Wirkung bei der Schmerzbehandlung erzielt werden. Auf die Bildung des körpereigenen Histamins wirkt Mutterkraut regulierend. Zudem verfügt die Pflanze über Substanzen, die antirheumatische Effekte erzielen.

Zur Vorbeugung und Behandlung von Regelschmerzen empfiehlt sich eine über mehrere Monate erstreckende regelmäßige Einnahme. Durch die Langzeitwirkung soll sich bei unregelmäßigem Zyklus eine Besserung einstellen und eine regelmäßige Menstruation gefördert werden. Der Einnahme von Mutterkraut wird eine Linderung bei Menstruationsbeschwerden, wie Bauchkrämpfen und dergleichen nachgesagt. Mit den entspannenden und entkrampfenden Eigenschaften des Mutterkrauts erreichen Frauen schon seit Jahrhunderten eine Linderung der Schmerzen während der Monatsblutung.

Bei der Fibromyalgie handelt es sich um eine Art „Weichteilrheuma“. Oft haben Patienten einen jahrelangen Leidensweg hinter sich, da sich eine eindeutige Diagnose als schwierig herausstellt. Neben einem erhöhten emotionalen Stress gilt auch ein Überschuss an freien Radikalen als Mitauslöser von Fibromyalgie. Die antioxidative Wirkung von Mutterkraut kann diesen Ursachen entgegenwirken und sich daher positiv bei der Behandlung von Fibromyalgie auswirken. Neben einer gesunden Ernährungsweise und überwiegend basischer Kost kann die Einnahme von Mutterkraut zusätzlich zu einer Stärkung des Immunsystems beitragen und als Radikalfänger dienen.

Mutterkraut für Frauen

Das Mutterkraut ist ein altes Heilkraut und wird seit dem Altertum in der Frauenheilkunde geschätzt. Es handelte sich quasi um das Universalmittel bei Frauenleiden. Bereits seit der Antike wird es zur Linderung bei Menstruationsbeschwerden und bei der Geburt eingesetzt. Seine krampflösenden Eigenschaften fördern und erleichtern die Geburt. Es regt die Wehen an, indem es die Kontraktion des Uterus stimuliert. Zusätzlich hilft es bei der Ablösung der Plazenta, um die Nachgeburt auszutreiben. Die ätherischen Öle, allen voran Campher und Borneol wirken desinfizierend. Die gesamte Pflanze wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.

Bei starken Regelblutungen oder unregelmäßigen Menstruationszyklen setzen Frauen schon seit Jahrhunderten auf die regulierende und krampflösende Wirkung des Mutterkrauts. Es hemmt die Bildung von Prostaglandinen und löst somit sanft die Monatsblutung aus. Beim prämenstruellen Syndrom (PSM) wird Mutterkraut ebenso verwendet, wie auch um den Eisprung zu fördern. Insbesondere bei Kinderwunsch ist ein regelmäßiger Eisprung und Zyklus wichtig. Zur Förderung der Fruchtbarkeit gibt es zudem eine große Anzahl von verschiedenen Heilpflanzen wie beispielsweise den Mönchspfeffer.

In der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Drittel, sollte Mutterkraut vorsichtshalber nicht eingenommen werden, da es Wehen fördern kann und somit die Gefahr einer Frühgeburt erhöhen könnte. Auch während der Stillzeit ist die Einnahme aufgrund der Wirkung auf die körpereigenen Hormone nicht empfehlenswert. Bei Migräne während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man sicherheitshalber auf die Einnahme von Mutterkraut verzichten.

Durch seine hormonell ausgleichende Wirkung lindert Mutterkraut die typischen Beschwerden während der Wechseljahre.

Zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung bei Endometriose kann der Einsatz von ganzheitlichen Behandlungsmethoden Erfolge bringen. So empfinden viele Frauen die Verwendung von allgemein beruhigend und regulierend wirkenden pflanzlichen Heilmitteln als angenehme Ergänzung. Alternative Therapieansätze und die symptomatische Behandlung umfasst unter anderem auch die Schmerzbekämpfung mit Mutterkraut. Schon Hildegard von Bingen empfahl Frauen bei Myomen (Gebärmutterblutungen) über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen vor und nach den Hauptmahlzeiten eine dicke Suppe aus einer Mischung von Mutterkrautsaft, Eidotter, Zimt und Zitwerpulver zu sich zu nehmen, um eine Linderung der Beschwerden herbeizuführen.

Mutterkraut für Männer

Wie bereits erwähnt erstreckt sich die Wirkung von Mutterkraut nicht nur auf die Behandlung von Frauenleiden. Da die Wissenschaft immer weitere Anwendungsgebiete, wie den Einsatz als Schmerzmittel oder zur Bekämpfung von Leukämie, entdeckt, sind die Inhalts- und Wirkstoffe auch für Männer interessant. Besonders die Migräneprophylaxe ist für Männer und Frauen in gleichem Maße von großem Interesse.

Andere Anwendungsgebiete

Bereits die alten Griechen wussten die Wirkung des Mutterkrautes gegen Insekten und Parasiten zu schätzten. Die in den getrockneten Mutterkrautblüten enthaltenen Pyrethrine wirken auf Insekten neurotoxisch, weshalb das Einreiben der Haut mit Mutterkrauttee Insekten vertreiben kann. Bekannterweise kann man sich bei der Bekämpfung von Parasiten, wie Darmparasiten oder Wurmbefall ebenfalls der Hilfe von Mutterkraut bedienen. Pyrethrin ist ein Nervengift und wird gegen Insekten, wie

  • Milben
  • Bettwanzen
  • Flöhe
  • Läuse
  • Wanzen
  • Motten
  • Wespen
  • Mücken
  • Skorpione

eingesetzt. Sogar gegen Zecken soll Mutterkraut helfen, obwohl diese nicht zu den Insekten, sondern zu den Spinnentieren, zählen.

Für Säugetiere ist es grundsätzlich ungiftig. Katzen lieben nicht nur Katzenminze, sondern knabbern auch gerne an Mutterkraut, um ihren Magen regelmäßig von Haarbällchen zu befreien. Auch andere Tiere, wie Hunde, Hasen oder Kaninchen verschmähen das Heilkraut nicht. Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner nicht mit Fertigfutter versorgen möchten, sondern das sogenannte „Barfen“ bevorzugen, mischen häufig verschiedene Gartenkräuter unter das Futter. Neben Brennnessel, Schafgarbe oder Löwenzahn kommt nicht selten auch Mutterkraut in den Mixer.

Mutterkraut kaufen

Um einen hohen Wirkstoffgehalt sicher zu stellen, sollte für therapeutische Zwecke auf ein fertiges Mutterkraut-Präparat zurückgegriffen werden. Am besten wird ein möglichst unbehandeltes Produkt gewählt, welches sich leicht online bestellen lässt.

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  • Fiebertinktur ist die aktive Bestandteile der Tanacetum Parthenium Pflanze in Ethanol extrahiert.
  • Diese traditionelle Methode bewahrt und bewahrt die natürlich vorkommenden Bestandteile, die in der Pflanze gefunden werden. Es verlängert die Haltbarkeit für bis zu 4 Jahren.
  • Geeignet für Vegetarier und Veganer.
  • Verpackt in einer braunen Glasflasche mit Tropfenzähler.

Mutterkraut Tinktur ansetzen

Eine Tinktur aus Mutterkraut selbst herzustellen ist verhältnismäßig einfach. Eine Handvoll frischer oder getrockneter, klein geschnittener Blüten und Blätter wird in ein sauberes verschließbares Glas gefüllt. Dieses wird anschließend mit 45 %igen Alkohol aufgefüllt und für etwa vier Wochen an einen sonnigen Platz, wie eine Fensterbank, gestellt. Das Glas sollte täglich geschüttelt werden. Danach wird die Tinktur am besten durch ein feines Sieb oder ein sauberes Tuch gefiltert und in ein lichtundurchlässiges Gefäß gefüllt.

Zur Kopfschmerzprophylaxe sollten drei Mal täglich 15 bis 20 Tropfen dieser Essenz zusammen mit etwas Wasser über mehrere Wochen eingenommen werden.

Nebenwirkungen und Allergien

Grundsätzlich ist Mutterkraut eine gut verträgliche Heilpflanze. Wechselwirkungen sind kaum bekannt, auch wenn diese natürlich nicht ausgeschlossen werden können. Vor allem Wechselwirkungen von pflanzlichen Arzneimitteln mit anderen Medikamenten, wie beispielsweise der Antibabypille, sollten immer mit einem Arzt besprochen werden.

Am Häufigsten können leichte Magen-Darm-Beschwerden oder Schwindel auftreten. Auch allergische Reaktionen wurden beobachtet. Kontaktallergien und Hautirritationen in Form einer Reizung der Mundschleimhaut sowie Entzündungen derselben oder Geschwüre und Aphten können bei empfindlichen Personen entstehen. In diesem Fall muss die Arznei sofort abgesetzt werden.

Bei Allergien gegen Korbblütler sollte auf Präparate von Mutterkraut generell verzichtet werden. Der enthaltene Bitterstoff Parthenolid ist hauptverantwortlich für aerogene Kontaktallergien bei sensitiven Personen. Kreuzallergien mit anderen Korbblütlern können daher auftreten. Bei bekannten Allergien gegen andere Korbblütler wie Kamille, Arnika, Ringelblume oder Estragon

Vor allem Schwangere und Stillende, sowie Kinder sollten Mutterkraut nicht verwenden, da die Unbedenklichkeit der Anwendung nicht ausreichend gesichert ist.

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